Take a Coffee ...
LOOK THE ARTIST NEAR THE CASTLE
2 Tage | 11 Künstler*innen | 8 Ausstellungen | + Kaffee
Hans Pfrommer/Armin Subke, Julia Wenz-Delaminsky, Jochen Damian Fischer, Sylvia Winkler/Stephan Köperl, Filderbahnfreunde Möhringen, Hyunjeong Ko, Colin Thun und Michael Gompf werden eine oder mehrere Arbeiten im White-Cube präsentieren.
Ein kollaboratives Projekt von Ivo Weber für die Städtische Galerie im Kornhaus
– AUSSER HAUS – Kirchheim unter Teck am Schlossgraben des Kirchheimer Schlosses
vor dem Eingang zum Schlossmuseum am Alleenring
Sa., 27. Juni und So., 28. Juni 2026 jeweils 11.00 bis 18.30 Uhr
Eröffnung am Sa., 27. Juni 2026 um 10.30 Uhr
Begrüßung: Stef Stagel und Steffen Schlichter, Kunstbeirat
Einführung: Dr. Frank Bauer, Historiker und Kulturamtsleiter
Eingeladen von der Städtischen Galerie ist Ivo Weber mit einer speziellen Ausformung seines Langzeitprojekts unter dem Titel „TAKE A COFFEE … LOOK THE ARTIST NEAR THE CASTLE“ im Kirchheimer Schlossgraben zu Gast. Zeitgleich mit dem Haft- ond Hokafescht präsentiert der Künstler aus Köln seinen mobilen und temporär aufgebauten Ausstellungsraum, der für einiges Aufsehen sorgen kann. Ivo Weber hat eine Konstruktion entwickelt, die auf dem Autodach seines Fahrzeugs befestigt ist. Zweck ist die Schaffung eines mit weißem Stoff bespannten Ausstellungsraums mit vorgelagerter eingezäunter Terrasse. Eigens eingeladene Künstler*innen bespielen im Wechsel die luftige Ausstellungssituation – diesen ungewöhnlich gestalteten White-Cube.
Empfohlen wird, ein halbstündiges Zeitfenster für den Besuch der Ausstellung vorab zu buchen. Dies ist online unter https://kirchheim-teck.choose-your-artist.de möglich. Wer kurzfristig hinzukommt, kann einen übrigen Termin auch vor Ort buchen oder dem Geschehen erhöht vom Alleenring aus, am Eingang zum Schlossmuseum, zuschauen.
Samstag 22. Februar, 15 Uhr
Kioskgespräch #4 mit Ivo Weber
von Valeria Fahrenkrog
KOLUMBA
Kunstmuseum
Ein Sonnenverdeck. Eine Leiter.
El Kiosco ist eine künstlerische Arbeit von Valeria Fahrenkrog (*1980 Asunción/Paraguay; lebt in Köln). Sie entstand in Anlehnung an Kioske aus Santiago de Chile. Als die freie und gedruckte Presse noch vielfältiger war, waren diese funktionalen Architekturen im öffentlichen Stadtraum lebendige Treffpunkte, an denen Zeitungen und Artikel für den täglichen Konsum ausgestellt und erworben sowie Neuigkeiten ausgetauscht wurden. Es waren Orte der flüchtigen Zuneigung, wo drei Sätze gewechselt und die Vorteile von dörflichen Strukturen der Fürsorge in die Großstadt getragen wurden. Diese Momente des Sozialen transferiert Valeria Fahrenkrog in den öffentlichen Raum des Museums. Ihre künstlerische Praxis orientiert sich dabei an Lucius Burckhardts Idee vom »kleinstmöglichen Eingriff«: Im Bauch des Museums findet sie Materialien aus vergangenen Ausstellungen, die sie anpasst, zuschneidet und zu einer temporären Skulptur zusammenfügt. Recycelt werden dabei nicht nur die Materialien, sondern auch die mit ihnen verbundenen Ideen und Geschichten. Wie seine Vorbilder, ist auch ElKiosco ein Ort der Information, des Austauschs und der Zuneigung. Es ist eine Plattform für Aktionen und Gesten, die Valeria Fahrenkrog nicht nur selbst bespielt, sondern auch Anderen zur Verfügung stellt. In regelmäßigen Abständen lädt sie Akteur*innen ein, die – wie sie selbst – ihre Räume anderen Künstler*innen zur Verfügung stellen. Die Bespielung des Kiosks wird sich mit jeder Veranstaltung verändern, so dass Fäden weitergesponnen und Spuren hinterlassen werden. Im besten Fall wird El Kiosco zu einer Art solidarischer Skulptur, wo verschiedene Produktions- und Arbeitsweisen vorgestellt und Fragen nach einer ressourcenschonenden künstlerischen Praxis aufgeworfen werden.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist im Eintrittspreis enthalten